Liebenauer Verbindungen – Philosophenweg instandgesetzt

Dem Flecken Liebenau ist eine Projekt-Zuwendung aus dem Leader-Förderprogramm bewilligt worden. Leader ist ein Maßnahmenprogramm der europäischen Union, mit der modellhaft innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert werden.

Ziel des bewilligten Projektes, das jetzt in Kooperation mit der Liebenauer Interessengemeinschaft umgesetzt wird, ist die Herstellung von Verbindungen zwischen identitätsstiftenden Orten unter Berücksichtigung kulturhistorischer Besonderheiten Liebenaus und Aspekten des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Das Projekt beinhaltet in mehreren Teilprojekten die Schaffung von verschiedenen thematischen Rundwegen zu den Themen Ökologie, Historie, Sport.

Alle Rundwege werden in einer Übersichtstafel im Ortskern dargestellt. Die Übersicht beinhaltet unterschiedliche  Informationen zum Rundwegekonzept, Informationen zu Distanz , ungefähre Dauer der Strecken und klärt Fragen zur Barrierefreiheit und Bereisungsmöglichkeit per Fahrrad. Weiterhin gibt es Hinweise zu einer Reihe von Sehenswürdigkeiten, die sich außerhalb des Liebenauer Rundwegenetzes befinden, wie beispielsweise die Liebenauer Gruben, die altsächsischen Grabungsstätten und Aussichtspunkt „Schöne Aussicht“. Die einzelnen Rundwege werden zusätzlich mit kleineren Übersichtstafeln bestückt, alles in einem einheitlichen Design.

Begonnen worden ist jetzt mit der Wiederherstellung des Philosophenweges, ein einst beliebter Spazierweg im Sündern vom Sängerstein bis zum Ehrenmal, ein langgehegter Wunsch in der Gemeinde Liebenau. In den letzten 20 Jahren ist der Weg leider nicht ausreichend unterhalten worden, sodass sich die Natur das zurückgeholt hat, was sie sich zurückholen konnte. Dichtes Brombeergestrüpp, Efeu, Traubenkirsche u. ä. wurde in ehrenamtlicher Arbeit unter Beteiligung von Mitgliedern der Liebenauer Interessengemeinschaft sowie mehrerer Liebenauer Landwirten umweltschonend ohne Beschädigung des Wurzelwerks innerhalb von zwei Wochen in sechs Arbeitseinsätzen entfernt. Dabei stellten die Landwirte Maschinen zur Verfügung. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die aktuell geschaffene Wegesituationen entspricht jetzt dem früheren Zustand, der vielen Liebenauern gut in Erinnerung ist.

Übrigens: Wie es zu dem Namen „Philosophenweg“ kam, ist nicht bekannt. Vermutlich war es ein einladender Spazierweg, auf dem man gut plaudern oder auch „philosophieren“ konnte. Daher ist vorgesehen, den Weg mit kleinen Texttafeln Anregungen und Denkanstöße für den Austausch zu allgemeinen gesellschaftlichen und „philosophischen“ Themen zu geben. Dies wird voraussichtlich im Sommer dieses Jahrs geschehen.

Die Akteure hoffen, dass in Abwandlung des bekannten Kafka-Zitats „Wege entstehen dadurch, dass man sie geht“ der neu hergerichtete Philosophenweg jetzt wieder gut angenommen wird.

Informationen über weitere Teilprojekte der Liebenauer Verbindungen folgen demnächst.