Landkreis erhält Förderung für neuen Lernort
„Lernräume der Zukunft“ vermittelt digitale Kompetenzen für Lehrkräfte und Schulklassen
Das Kreismedienzentrum (KMZ) hat vom Nds. Kultusministerium den vollen Zuschlag für die technische Ausstattung eines Lehr- und Lernortes zum Erwerb digitaler Kompetenzen erhalten. Im Rahmen des Förderprogrammes „Lernräume der Zukunft“ steht hierfür ab sofort ein Gesamtvolumen von 200.000 Euro zur Verfügung. Ende September hatte sich der Landkreis darum beworben, jetzt hat es die Förderzusage gegeben.
Freude über die Förderzusage von 200.000 Euro für einen neuen Lehr- und Lernort bei Sozialdezernentin Kathrin Wolter, Lars Dreyer (KMZ), BBS-Schulleiter Harald Fleetjer, Medienpädagoge Peter Niehold (NLQ), Projektleiterin Claudia Eckhardt, Stephan Kaps (vhs-Leitung) und Sandra Schulz, Leiterin des Schulamtes (v.li.n.re.). Nicht mit auf dem Foto ist die medienpädagogische Lehrkraft des NLQ Franziska Stremski.
Lehrkräfte aus ganz Niedersachsen und Schulklassen aus dem Landkreis sollen noch in diesem Jahr die Möglichkeit haben, in einem bis dahin technisch voll ausgestatteten Raum in den Berufsbildenden Schulen (BBS) Nienburg digitale Grundlagen und spezielle Fachkompetenzen zu erwerben. „Ziel ist es, Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler inhaltlich, methodisch und didaktisch auf aktuelle und zukünftige digitale Fragestellungen und Probleme vorzubereiten“, sagt Bildungs- und Sozialdezernentin Kathrin Woltert. Dank der Förderung durch „Lernräume der Zukunft“ sei es möglich, hierfür sehr zügig die strukturellen Möglichkeiten zu schaffen.
Um die Förderung konnten sich niedersachsenweit alle insgesamt 59 (Kreis-)Medienzentren bewerben. Das Team des KMZ Nienburg wurde bei seiner Beantragung unter anderem von den Lehrkräften Franziska Stremski und Peter Niehold unterstützt, die auch medienpädagogische Lehrkräfte des Niedersächsischen Landesinstituts für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) sind. Nachdem der Antrag nach dem Eröffnungsverfahren Ende September 2023 eingereicht und eingehend durch das NLQ, das Regionale Landesamt für Schule und Bildung (RLSB) und das Kultusministerium geprüft worden war, wurde ihm ohne Kürzungen zugestimmt. „Das Team des Kreismedienzentrums hat unter der Projektleitung von Claudia Eckhardt außerordentlich gute Arbeit geleistet und ich freue mich sehr, dass wir die Projektmittel in vollständiger Höhe erhalten werden“, lobt vhs-Leiter Stephan Kaps.
Auf der Suche nach einem zentral gelegenen Lernort konnten die BBS dafür gewonnen werden, dem KMZ langfristig einen geeigneten Raum zur Verfügung zu stellen. BBS-Schulleiter Harald Fleetjer ist von der Bedeutung des Projektes für Schulklassen aus dem gesamten Landkreis fest überzeugt: „Gerade zum Thema Übergang Schule-Beruf sind die Arbeitsmaterialien, die das Kreismedienzentrum in den Lernräumen der Zukunft vorhalten wird, ein wichtiger Lernbaustein, um sich in der zunehmend digitalisierten Arbeitswelt zurechtzufinden.“
Doch zunächst freut sich das Team des KMZ darauf, die technischen Anschaffungen für die geplanten Inhalte vorzunehmen. „Das Angebot wird ein breites Spektrum umfassen“, lässt Projektleiterin Claudia Eckhardt wissen. „Dazu gehören die Themenfelder Künstliche Intelligenz und Maschinelles, Internet der Dinge, Robotik, Augmented und Virtual Reality, Bildung für nachhaltige Entwicklung, additive und substraktive Fertigungsprozesse sowie Audio-, Foto- und Videoproduktion. Vermutlich ab der zweiten Hälfte dieses Jahres wird es dann den Startschuss für die medienpädagogisch-didaktischen Angebote geben.“
Das Projekt „Lernräume der Zukunft“ soll unter anderem in Zusammenarbeit mit der vhs, dem Schulamt, dem Jobcenter, der Wirtschaftsförderung im Landkreis Nienburg und dem kreHtiv Netzwerk Hannover e.V. umgesetzt werden. Das KMZ berücksichtigt bei seinen Medien- und Fortbildungsangebot bisher besonders auch inklusive, diversitätsbewusste und interkulturelle Angebote. Mit dem neuen Fortbildungsschwerpunkt wird das Angebot in großem Umfang ausgebaut und die kritische Neugier auf Digitalität angesprochen.